Empfehlungen Mai

Kübelpflanzen ausräumen, Dahlienknollen einpflanzen

Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) dürfen auch die Kübelpflanzen wieder ins Freie. Außerdem können die Dahlienknollen wieder in den Boden. Vergessen Sie nicht, die Pflanzen nach der langen Winterruhe durch eine Düngung zu kräftigen.

Sommerblumen pflanzen

Ab Mitte Mai können die empfindlichen, möglicherweise vorkultivierten, Sommerblumen für Kübel, Kästen und Beete ins Freiland gepflanzt werden. Dazu gehören: Leberbalsam (Ageratum), Fuchsschwanz (Amaranthus), Ochsenzunge (Anchusa), Löwenmaul (Antirrhinum), Bärenohr (Arctotis), Spinnenpflanze (Cleome), Schmuckkörbchen (Cosmos), Mittagsgold (Gazania), Männertreu (Lobelia), Levkoje (Matthiola), Gauklerblume (Mimulus), Ziertabak (Nicotiana), Petunie (Petunia), Buntnessel (Plectranthus), Feuersalbei (Salvia), Studentenblume (Tagetes), Verbenen (Verbena), Zinnie (Zinnia).

Sternrußtau an Rosen

Einen Befall mit Sternrußtau erkennen Sie leicht: Im Frühjahr zeigen sich auf den Blättern schwarze, sternförmige Flecken. Für eine direkte Bekämpfung ist es, insbesondere in milden Lagen, jetzt bereits zu spät. Vorbeugende Maßnahmen: Schaffen Sie einen lockeren, durchlässigen Boden und einen gut durchlüfteten Standort, damit die Pflanzenteile rasch abtrocknen können. Verwenden Sie möglichst keine Holzhäcksel zum Abdecken der Pflanzflächen im Rosenbeet. Auch unter den Sorten gibt es deutliche Unterschiede in der Anfälligkeit. Falllaub sollte als bedeutende Infektionsquelle schon im Herbst gründlich entfernt werden.

Fliederblüten ausbrechen

Sobald der Flieder verblüht ist, sollten Sie die Blütenstände vorsichtig ausbrechen, damit sich neue Triebe entwickeln und wieder zahlreiche Blütenknospen fürs nächste Jahr bilden. Doch Achtung, die Triebspitzenknospen der Neutriebe sollten Sie schonen; hier bilden sich nächstes Jahr die neuen Blüten.

Amerikanischer Stachelbeermehltau

Der Amerikanische Stachelbeermehltau zeigt sich bereits auf den noch unreifen Früchten der Stachelbeere durch einen weißen, mehligen Belag, der rasch nachdunkelt. Die Stachelbeeren sind ungenießbar. Langfristig helfen hier nur resistente Sorten, besonders wenn der Pilz häufig auftritt. Bei einem Erstbefall sollten Sie im weiteren Jahresverlauf alle befallenen Blätter und Früchte beseitigen. Die Sträucher sollten außerdem durch Schnittmaßnahmen licht und luftig gehalten werden. Gegebenenfalls ist auch der Standort zu überprüfen.

Wachstum der Weinstöcke

Bleiben die Triebe Ihrer Weinstöcke schon kurz nach dem Austrieb im Wachstum zurück und sind die Blätter gekräuselt und weißlich bemehlt, liegt ein Befall mit Echtem Mehltau vor. Bei häufigem Auftreten des Pilzes sollten Sie Ihre Sortenwahl überdenken. Denn mittlerweile gibt es eine Vielzahl von gegenüber dem Echten Mehltau resistenten Rebsorten, die auch im Geschmack anderen bewährten Sorten in nichts nachstehen. Die Rebenpockenmilbe zeigt sich schon kurz nach dem Austrieb mit deutlichen, pockenartigen Erhebungen auf der Blattoberseite, die häufig rot gefärbt sind. Unterseits tritt an diesen Stellen ein meist heller Haarfilz auf. Bekämpfen müssen Sie einen Befall in der Regel nicht, da der Schaden meist nur gering ist.

Rasenaussaat

Jetzt werden Wiesen und Rasenflächen gesät. Wer keinen sterilen Rasen mag, aber trotzdem nicht auf die Liegewiese verzichten möchte, sollte es mal mit einer Scherrasenmischung mit Kräutern (z. B. über www.syringa-pflanzen.de) versuchen. Bestehende Rasenflächen können mit den Staudenpaketen für Blumenrasen mit Kräutern angereichert werden.

Schnitthöhe bei Rasen

Ab Mai wird der Rasen wieder mit Muskelkraft, Strom oder Benzinantrieb gemäht. Besonders bei moosreichen Rasen sollten Sie nicht zu tief mähen (nicht unter 5 cm), denn das fördert die Ausbreitung der Moose.



Fachliches

Der Obst- und Gartenbauverein Botnang bietet jedes Jahr drei Schnittunterweisungen an. Zwei Unterweisungen in der Wintersaison in der Zeit der Wachstumsruhe und eine Unterweisung im Sommer während der Vegetationsperiode. Zusätzlich gibt es bei Bedarf einen Theorieabend über ein spezielles Thema der Baumpflege. Die Schnittunterweisungen werden von einem Experten im Obstbau durchgeführt. Zur Zeit ist dies Andreas Siegele, Obstbaumeister und amtlicher Obstbauberater der Stadt Stuttgart. Er berät auch die gewerblichen Obstbaubetriebe in der Stadt Stuttgart.

Alle Schnittunterweisungen sind kostenlos, auch für interessierte Gäste. Natürlich ist ein Beitritt zum Verein wünschenswert. (Kontakt).

Die Bilder dieser Seite sind bei den Schnittunterweisungen des Vereins entstanden und zeigen die Pflege von verschiedenen Obstbäumen und Beerensträuchern, oft über mehrere Jahre hinweg. Die Bilder können zur Anregung dienen, ersetzen aber nicht die praktische Teilnahme an einer Schnittunterweisung.

Schnitt von Pflaumen, Zwetschgen, Mirabellen

Beispiel für den Obstbaumschnitt an einer Mirabelle über mehrere Jahre

Beispiel für den Obstbaumschnitt an einer Zwetschge

Schnitt von Kernobst (Apfel, Birne)

Beispiel für den Obstbaumschnitt an einem Apfelbaum

Beispiel für den Obstbaumschnitt an einem alten Birnbaum

Schnittunterweisungen

Schnitt von Sauerkirschen

Beispiel für den Obstbaumschnitt an einer Sauerkirsche über mehrere Jahre

Beerenschnitt

Beispiel für den Beerenschnitt

Weinspalier

Schnitt eines Weinspaliers

Schadbilder

Verschiedene typische Schadbilder